Mit dem Fahrrad an das
"Ende der Welt"

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(Auf alten Jakobswegen kreuz und quer durch Spanien)
von Ingo Kirschnereit ©

+++ Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben +++

Am 26.03.2001 startete ich erstmals mit meinem Fahrrad "Rosinante" zu der abenteuerlichen Reise entlang des Sternenweges nach Santiago de Compostela und weiter zum Kap Finisterre. Als ich mir damals den Pilgerausweis beim "Freundeskreis der Jakobuspilger" in Paderborn abholte, sagte die nette Dame dort etwas Weises - Nämlich: "Der Weg lässt einen nie wieder los, wenn man ihn einmal beschritten hat." - Wie recht sie hatte! Es sollten noch weitere Fahrten auf den unterschiedlichsten Jakobswegen folgen.

Auch wenn man wie ich, nicht aus religiösen Gründen unterwegs ist, kann man sich doch der meditativen Wirkung von Weg und Landschaft nicht entziehen. Der Camino hält Stimmungslagen von totaler Depression bis absoluter Euphorie bereit. Dies gilt um so mehr, wenn man die ausgetretenen Wege verlässt und sich über Nebenstrecken bewegt. So wird der Camino für jeden zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Die nachfolgenden Seiten enthalten Tipps und Anregungen für die Fahrt über die spanischen Jakobswege. Sie sollen Fahrradfahrern, die ebenfalls die Reise antreten wollen, einen Eindruck geben, was auf sie zukommt  - und vielleicht den einen oder anderen nützlichen Hinweis mit auf den Weg geben.  Zudem bekommt man Infos zu dem außerhalb Spaniens wenig bekannten "Camino Catalán", der das Mittelmeer mit dem "Camino Francés" verbindet. Viel Spaß beim Lesen!

 Der Weg ist das Ziel !!!

 

Interne Links zu den Themen dieser Seite

Was ist eigentlich der Jakobsweg?

Vorbereitung der Reise

Gepäck- oder "Was gehört in die Packtaschen?"

Hin & Weiterkommen

Das Fahrrad

Planung, Reiseführer & Kartenmaterial

Adressen der Jakobusgesellschaften

Linkseite zum Thema Jakobsweg

 

Jakobswege in Europa

Was ist eigentlich der Jakobsweg?

Der Jakobsweg ist ein mittelalterlicher Pilgerweg. Im Grunde ist er kein einzelner Weg, sondern ein ganzes Netzwerk von Wegen, da Pilger von überall losgegangen sind. Die Routen durchziehen alle Länder Europas und enden auf der iberischen Halbinsel in Spanien. Genau gesagt führen sie nach Santiago de Compostela in Galizien - zum vermeintlichen Grab des Apostels Jakobus des Älteren. Auf Spanisch heißt Weg "Camino". Aus diesem Grund spricht man vom "Camino de Santiago" oder einfach von den "Camino's". 
Die aus Nordeuropa kommenden Wege vereinigen sich an den Pyrenäen-Pässen. Die Route über den Somport-Paß bezeichnet man als Aragónesischen Weg - die Strecke über den Ibañeta-Paß bei Roncesvalles als Navarrischen Weg. Beide Wege vereinigen sich kurz hinter Pamplona (Irunea), im Ort Puente-la-Reina, und führen gemeinsam nach Santiago de Compostela. Diese aus Frankreich kommenden Wege sind die bekanntesten Routen des Jakobsweges. Sie werden "Camino Francés" genannt.

Was hat es mit dem Heiligen Jakobus für eine Bewandtnis?

Sehr schön und kurz ist dies im Polyglott-Reiseführer "Nordspanische Atlantikküste" beschrieben, den ich hier auszugsweise zitieren möchte:

"... Seine Entstehung (die des Jakobweges, Anm.) fällt in eine Periode von höchster politischer und religiöser Brisanz. Mauren hatten 711 das Reich der Westgoten erobert und in Südspanien mit Al Andalus eine blühende Kulturlandschaft heraufgeführt. Der Norden, besonders der kantabrisch- asturische Raum, wurde in der Folgezeit Fluchtburg all derer, die vor dem Islam flohen, und Keimzelle des christlichen Widerstandes. Das Unternehmen Rückeroberung (Reconquista) erlebte einen unglaublichen Aufschwung, als im galizischen Iria Flavia (heute Padrón) um 820 das Grab des hl. Jakobus (Santiago) entdeckt wurde: Ein Einsiedler berichtete von himmlischen Zeichen, die ihm den Weg zum Apostelgrab gewiesen hätten. Santiago, der einer Legende nach in Spanien als Missionar gewirkt hatte und 44 v. Chr. auf Befehl Herodes geköpft wurde, soll von seinen Jüngern nach Galicien gebracht und dort beerdigt worden sein.
Nachdem man über die Gebeine eine Kirche errichtet hatte, verbreitete sich die Nachricht von der wundersamen Entdeckung in Windeseile. Der friedliche Apostel avancierte in kurzer Zeit zur Symbolfigur im Kampf gegen die Mauren. Und so sind auch die Standbilder in vielen Kirchen zu verstehen, die den frommen Mann zu Pferde mit einem Schwert als Maurentöter (matamoros) darstellen.
Millionen Pilger nahmen den beschwerlichen Weg ins ferne Galicien auf sich. Santiago de Compostela entwickelte sich im Hochmittelalter - zur Zeit der Kreuzzüge - neben Jerusalem zum bedeutendsten Wallfahrtsort der Christenheit. Entlang dem gesamten Pilgerweg entstanden romanische Kirchen sowie ein Netz von Herbergen.
Die Pilger hatten einen wahrlich gefährlichen Weg und damit oft ihre letzte Reise vor sich. Als Lohn der monatelangen Wanderschaft winkte das ewige Seelenheil, als Risiko drohten Krankheit, Raub und Mord.
Die Rückeroberung Andalusiens war 1492 abgeschlossen; in der Zwischenzeit hatte auch der christliche Norden einen kulturellen Aufschwung genommen. In der Neuzeit schlief der Jakobuskult nahezu ein. Erst Franco ließ ihn 1937, mitten im Bürgerkrieg, wieder aufleben, indem er seinen Feldzug gegen die linke Regierung als Reconquista gegen den Kommunismus und den Apostel als matacomunistas interpretierte. Der Geburtstag des Heiligen (25. Juli) wurde von den Faschisten zum Nationalfeiertag erklärt. Wenn das Datum auf einen Sonntag fällt, wird nach einem päpstlichen Dekret ein Heiliges Jahr (año santo) ausgerufen, das Santiago de Compostela Millionen  von Pilgern beschert und den Papst dazu veranlasst, sich persönlich dorthin zu begeben. ..." (Quelle: Büscher, Tobias / "Nordspanische Atlantikküste" / Polyglott Verlag München / 1. Aufl. 1998 / ISBN 3-493-62809-5 / S. 17)

Welche Bedeutung hat der Jakobsweg heute?

Die Motivation für eine Reise auf dem Jakobsweg ist heute eine andere als im Mittelalter. Stand früher die Vergebung der Sünden im Vordergrund - was damals durchaus weltliche Konsequenzen zur Folge hatte - ist es im Atomzeitalter eher die individuelle Erfahrung. Sei sie körperlich, spirituell oder kulturell.

Die Pilgerbewegung stellte einen wichtigen Teil in der europäischen Geschichte dar. Kulturelle Werte, Weltanschauungen und nicht zuletzt materielle Güter sind über diese Wege Jahrhundertelang auf  friedliche Weise transportiert worden und haben so Europa entscheidend mit geprägt. So verwundert es nicht, dass der Jakobsweg als erster Wanderweg auf die Liste des "Weltkulturerbes" gesetzt wurde.
Durch zahllose Publikationen hat der "Camino de Santiago" einen internationalen Bekanntheitsgrad erlangt. Bewegt man sich heute auf den Pilgerpfaden, so bedeutet dies die bewusste Einlassung auf multikulturelle Erfahrungen und Gedankenaustausch mit Wanderern aus der ganzen Welt. Dieses Gefühl zeichnet den Weg im Besonderen aus und macht ihn zu einer unvergesslichen Erfahrung.

Woran erkenne ich den "Camino de Santiago" ?

Die "GR"-Markierungen:

In neuerer Zeit ist der spanische Jakobsweg zu einem schönen, knapp 800 km langen Fernwanderweg ausgebaut geworden, der von den spanischen Wandervereinigungen mit der Bezeichnung "Gran Recorregut Nr. 65" und rot-weißen Markierungen ausgezeichnet wurde. Unter diesem Kürzel ist der Jakobsweg in den Wanderkarten verzeichnet. Der "GR 65" bezeichnet hierbei den Hauptweg "Camino Frances" mit Beginn in Roncesvalles; der "GR 65-3" den Aragónesischen Weg vom Somport-Paß über Jaca nach Puente la Reina; und der "GR 65-5" den Jakobsweg durch Katalonien und Aragón. Die Markierung ist durchweg professionell und sinnvoll durchgeführt worden. Verlaufen der rote und der weiße Strich der Markierung parallel zueinander, ist man auf dem richtigen Weg; kreuzen sie sich, ist man falsch abgebogen. Nach jeder Richtungsänderung erhält der Wanderer eine Markierung zur Bestätigung. Die GR-Markierungen sind die zuverlässigsten Wegweiser auf dem Jakobsweg.

Die "Muschel und Pfeil" Markierungen:

Zusätzlich zu den Markierungen der Wandervereinigungen haben die Provinzregierungen eigene Zeichen aufgestellt: Die stilisierte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund. Sie kommt in zweifacher Form vor. Einmal als Verkehrsschild für Autofahrer entlang der Nationalstraßen und einmal als Hinweis auf dem Wanderweg. Beide Schilder sehen fast gleich aus. Auf dem Wanderweg-Schild befindet sich jedoch unterhalb der Muschel ein schwarzes Männchen auf weißem Grund. Diese Schilder sollte man nicht verwechseln! Auf dem Wanderweg sind Wegkreuzungen mit etwa 50 cm hohen Betonsäulen gekennzeichnet, in die eine blaue Kachel mit dem Muschelsymbol eingelassen sind. Diese Kacheln findet man auch bei Ortsdurchquerungen an Hauswänden vor. Wichtig: Auch wenn man die Muschel als Pfeil deuten kann - sie ist nur ein Symbol und zeigt nicht die Wegrichtung an!
Entlang des ganzen Weges wird man gelbe Pfeile an Hauswänden, Bäumen, Steinen etc. finden, die ebenfalls die Richtung weisen. Sie sind jedoch nicht immer von Pilgern gemacht, sondern auch von Restaurants oder Geschäften, die den Weg zu ihren Gunsten umlenken. Achtet man nur auf die gelben Pfeile, wird man manche unsinnige Ortsdurchquerung vollführen.

 

Die genannten Markierungen sind in erster Linie für Wanderer und Mountainbiker interessant. Da man als Tourenrad-Fahrer weder den Wanderweg noch die Nationalstraßen fahren kann, dienen sie nur als grobe Orientierung in der Nähe von Ortschaften. Wie man Fahrradtaugliche Strecken findet, ist unter "Karten" beschrieben.

 

Vorbereitung der Reise

Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass man eine echte Reise eigentlich dreimal macht. Das erste Mal zuhause, wenn man alles plant und seinen Vorstellungen nachgeht. Das zweite Mal, wenn man wirklich unterwegs ist und leibhaftige Erfahrungen macht. Und das dritte Mal, wenn man wieder Zuhause ist und seine Erlebnisse im Kopf Revue passieren lässt.
Hier geht es um Teil eins der Reise.



Thematische Auseinandersetzung

Es kann nicht schaden, wenn man sich vor Reisebeginn zuerst ein paar Gedanken macht, was man überhaupt sucht. Bin ich ein spiritueller Reisender, der beten oder Buße tun will? In früheren Zeiten war die Vergebung der Sünden ja der Hauptgrund für eine Pilgerreise. Vielleicht bin ich aber auch eher an Geschichte und Geschichten rund um den Jakobsweg interessiert - Also ein Bildungsreisender. Oder bin ich ein Sportler, der die besondere Herausforderung sucht. Oder einfach ein Naturliebhaber, der auf den Jakobswegen Spanien kennen lernen will? Das sind alles legitime Gründe (wenn auch die Jakobsgesellschaften den Sportler nicht so gerne sehen ...)

Tatsache ist jedenfalls, dass der Unwissende nichts sieht und mit offenen Augen an so manch Wunderbarem vorbei läuft. Schlau machen kann man sich im Bereich der jeweiligen Interessen jedoch relativ einfach. In den letzten 1000 Jahren sind eine Menge Bücher über die Pilgerwege geschrieben worden. Fast jedes Themengebiet ist vorhanden - von Mittelalterlichen Reiseberichten, bis Natur-, Architektur-, Reiseführern, Templergeschichten etc. Die Literatur füllt ganze Bücherregale. Was man nicht in Bibliotheken ausleihen kann, lässt sich teilweise in Spezialbuchhandlungen finden.

Eine Spezialbuchhandlung zum Thema "Jakobsweg" ist der Versandbuchhandel Zentgraf (siehe Linkliste). Unter der Adresse: Versandbuchhandel Manfred Zentgraf - Der Spezialist für den Jakobspilger - In den Böden 38 / D-97332 Volkach / Tel.: 09381 / 4492 Fax: 09381 / 6260 kann man eine Bücherliste der derzeit erhältlichen Literatur bestellen. Mit dem Lesen kann man nicht früh genug anfangen.

Wenn man weiß, warum man überhaupt unterwegs sein will, welches Wegstück man in welcher Jahreszeit bereisen will und wie lange Zeit zur Verfügung steht, dann kann man sich mit der weiteren Durchführung befassen.

Der Pilgerausweis

Als erstes besorgt man sich bei einer der Jakobusgesellschaften den sogenannten "Credencial del Peregrino". Nur Wanderer, Reiter und Fahrradfahrer können ihn bekommen. Hat man den geringen Unkostenbeitrag bezahlt, wird einem dieser gefaltete Pilgerausweis (meist zusammen mit einem Herbergsverzeichnis) ausgehändigt. Er berechtigt zum Übernachten in den kostengünstigen "Refugios", die es zumindest am "Camino Frances" fast in jedem Ort gibt. Außerdem gilt er als Nachweis, dass man wirklich auf dem Jakobsweg gepilgert ist. Die Rückseite des Credencials dient deshalb als Stempelkarte. In allen Herbergen, Klöstern und Pfarrhäuser, in die man entlang des Weges einkehrt, bekommt man ein "Sello" in ihn hineingedrückt. Denn nur wer vor Santiago mindestens 100 km zu Fuß bzw. 200 km per Pferd oder Drahtesel zurückgelegt hat, gilt als echter Pilger. Man erwirbt sich so das Anrecht auf die Compostella-Urkunde, die einem im Pilgerbüro von Santiago ausgestellt wird. Im Mittelalter galt sie als wertvoller Ablaßbrief.
Ebenfalls auf dem Credencial befinden sich eine Übersicht der Jakobswege in Europa und Karten der wichtigsten Jakobswege in Spanien. Dies sind der "Camino Frances, die "Via de la Plata" und der "Camino del Norte". Orte mit Herbergen sind auch auf ihm verzeichnet.

In Spanien kann man sich den Pilgerausweis auch unbürokratisch an den "Startpunkten" in Roncesvalles, dem Somportpaß oder Pamplona ausstellen lassen. Hierzu muss man seinen Personalausweis vorlegen und einen kurzen Fragebogen ausfüllen.

 

Geld & Reisedokumente

Der nächste Gang sollte zur Krankenkasse gehen, wo man sich einen Auslandskrankenschein für Spanien (E111) in doppelter Ausführung besorgt. Im Krankheitsfall legt man ihn im örtlichen "Centro de Salud" vor, und hat so Anrecht auf  kostenfreie ärztliche Behandlung. Zwischen Spanien und Deutschland besteht ein Krankenversicherungsabkommen, das die Zahlungen regelt.
Zwar sind spanische Ärzte und Krankenhäuser gehalten, Pilger kostenlos zu behandeln. Vertrauen würde ich darauf jedoch nicht. Wer wird wohl besser behandelt - der Zahlungsfähige oder der mittellose Patient? An der Praxis hat sich seit dem Mittelalter nichts geändert... Die Ambulanzen in Spanien arbeiten nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Wird man demnach von einem privaten Krankenwagen abgeholt, kann eine dicke Rechnung folgen.
Aus diesem Grund, oder für den Fall eines nötigen Rücktransports, sollte man für den Reisezeitraum noch zusätzlich eine Reise-Krankenversicherung abschließen. In Spanien muss man Medikamente immer komplett -  und Arztbesuche zum Teil bar bezahlen. Selbst erlebt habe ich die Praxis, dass vor der Behandlung 50 Euro gezahlt werden mussten. Die quittierten Beträge bekommt man dann rückwirkend erstattet. So eine Versicherung ist nicht teuer und schützt vor bösen Überraschungen. Sie ist in jedem Reisebüro erhältlich.

Dann sollte man überprüfen, ob der Personalausweis bzw. Reisepass noch gültig ist. Den braucht man zwar an den Grenzen innerhalb der EU nicht mehr. Es sei denn, man fährt mit "Eurolines" Bussen; die werden immer kontrolliert. Trotzdem sollte man den Pass dabeihaben, um sich im Notfall ausweisen zu können. In vielen Herbergen wird der Ausweis zusätzlich zum Credential verlangt. Auch EC-und Kreditkarten sollten noch gültig sein. Große Mengen Bargeld braucht man nicht mit auf die Reise nehmen. Es gibt in jedem größeren Dorf einen Geldautomaten, der die EC-Karte akzeptiert. Um an Bargeld zu kommen, braucht man natürlich die Geheimnummer der Karte. Recht sinnvoll ist es auch, wenn man sich schon zuhause die Zentrale Telefonnummer für Kartensperrungen aufschreibt und sie separat deponiert - nur für den Fall, dass man mal das Opfer eines Langfingers wird.
Zudem kann es nicht schaden, wenn man seinen Impfpass und den Jugendherbergs-Ausweis einpackt.

 

Gepäck- oder "Was gehört in die Packtaschen?"

 

Grundsätzlich gilt die Devise: So wenig wie möglich!! Alle mitgenommenen Dinge sollten sich durch ihre Funktion rechtfertigen, möglichst leicht sein und sich vielfältig verwenden lassen. Spätestens wenn man das vollbepackte Rad kilometerweit durch Morast geschoben und über Bäche getragen hat, dann noch mit Bergen und Gegenwind kämpft, setzt die Erkenntnis ein, dass weniger mehr ist. Lieber weniger Kleidung mitnehmen, dafür öfters waschen!

Richtig kalt wird es im küstennahen Nordspanien selten. Selbst im Winter sackt die durchschnittliche Temperatur nicht unter 12 °C. Daunenjacken und dergleichen kann der Pedalritter also getrost zuhause lassen. Wesentlich wichtiger ist ein vernünftiger Schutz gegen den Wind, der in den Ebenen recht unangenehm werden kann. Obwohl er nicht kalt ist, lässt der Wind einen durchgeschwitzten Radler sofort frösteln. Regenkleidung aus Synthetik leistet hier gute Dienste bzw. die speziellen Windbraker, die man im Fahrradhandel bekommt. Apropos Fahrradkleidung: Die kurzen Radelhosen und auch die langen "Strampelanzüge" sehen zwar nicht besonders toll aus, sind aber sehr zu empfehlen. Zum Einen leiten sie die Feuchtigkeit von der Haut ab und man friert nicht so leicht, zum anderen holt man sich keinen "Wolf" zwischen den Beinen. Wer schon mal in Jeans weite Strecken geradelt ist, wird sich lebhaft an diese Scheuerstellen erinnern. Im Endeffekt gibt man die gleiche Menge Geld für Wundsalben aus wie so eine Radelhose gekostet hätte Die Hosen gibt's ab ca. 20 Euro aufwärts. Im Schlussverkauf gucken lohnt sich!

Hier ist nun eine Liste der Dinge, die sich auf mehreren Spanien-Radtouren als zweckmäßig erwiesen haben. Reist man zu mehreren, braucht man viele Dinge natürlich nur einmal mitzunehmen und spart so zusätzlich Gewicht:

Packtaschen:


Ein persönlicher Tip: Hände weg von "Billig-Mist" aus dem Supermarkt! Packtaschen, die mit tausend Ösen und Schnallen umständlich am Gepäckträger befestigt werden müssen, die dann doch verrutschen und in die Speichen geraten, können einem das Radfahren tüchtig verleiden. Zudem sind sie vom Schnitt oft so ungünstig gefertigt, dass man bei jedem Tritt mit dem Hacken anstößt. Wenn die Taschen dann noch beim ersten Regen komplett durchweichen, ist meist die Frustgrenze erreicht. Schade ums Geld! Die Konsequenz aus leidiger Erfahrung war für mich der Kauf von Packtaschen, wie sie von Fahrradkurieren verwendet werden. Vor 15 Jahren war das noch ungewöhnlich, jetzt bekommt man sie in jedem Fahrrad-Geschäft. Dies sind die sogenannten "Backroller" der Marken "Ortlieb", "VauDee" und "Four Seasons". Sie sind mittlerweile über jeden Zweifel erhaben, da tausendfach bewährt. Ihre Befestigung ist simpel. Sie werden einfach mittels Schnapphaken am Gepäckträger eingehakt. Das Bepacken des Rades ist so nur eine Sache von Minuten. Hat man einmal die "Distanz zum Fuß" richtig eingestellt und die Schrauben fixiert, sitzen sie perfekt und verrutschen auch nicht mehr. Das gummierte Gewebe ist komplett wasserdicht und lässt sich bei Beschädigung mit einfachem Flickzeug flicken. Allerdings sind sie mit ca.100 Euro pro Paar nicht ganz billig, aber eben eine Langzeit-Investition.
Bei der Lenkertasche habe ich mich für das "VauDee"-Modell entschieden, da es ein großes wasserdichtes und vor allem wendbares Kartenfach besitzt. Man muss dabei die Karte nicht sooft herausfummeln, sondern dreht die Kartenhülle einfach um. Die Tasche ist ebenfalls mit einem Schnappverschluß am Lenker befestigt und lässt sich so leicht abnehmen. Hier drin hat meine Fotoausrüstung ihren Platz und ist so leicht zugänglich. Der Preis für Tasche und "Klick-Fix"-Halter ist allerdings ziemlich unverschämt. Sie kosten zusammen ebenfalls fast 100 Euro. Sieht man dann "No-Name" Motorrad-Gepäckrollen aus dem selben Material für 10 Euro, kommt man schon mal ins Grübeln...
Als äußerst praktisch hat sich die Mitnahme eines Tagesrucksacks erwiesen. Gerade bei Besichtigungstouren zu Fuß kann man in ihm Pullover, Schreibzeug und Fotoapparat verschwinden lassen. Während der Fahrt diente er mir als Aufbewahrung für die Lebensmittel.
Wichtiger Hinweis zu Rucksäcken: Als Transportmittel für das Reisegepäck sind Rucksäcke vollkommen ungeeignet! Dies ist eigentlich auch einleuchtend. Hat man das Gepäck auf dem Rücken, ist der Schwerpunkt viel zu hoch und das ganze Rad neigt zum Schlingern. Das gesamte Gewicht muss von der Wirbelsäule gehalten werden. Schlaglöcher und Bodenwellen malträtieren die Bandscheiben schon genug. Verstärkt man die Belastung noch durch zusätzliches Gewicht sind unglaubliche Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle abzusehen. Also: Gewicht gehört auf den Gepäckträger und nicht auf den Rücken!

Zum Packen selbst: Damit das Fahrrad möglichst ohne zu "eiern" geradeaus läuft, sollte man einige grundsätzliche Regeln beachten. Die wichtigste ist, nach dem "Stehaufmännchen-Prinzip" zu packen. Gemeint ist, die schweren Gegenstände möglichst weit unten und nah am Schwerpunkt des Gefährts anzuordnen. Der Schwerpunkt bei einem Fahrrad befindet sich in senkrechter Linie knapp über der Tretkurbel. Werkzeug, Schuhe, Jeans etc. packt man also in der Tasche nach unten vorne. Leichte Gegenstände kommen nach hinten und oben drauf. Für die Befestigung der Taschen gilt ebenfalls - so nah am Schwerpunkt wie möglich. Befestigt man sie so weit vorne wie es eben geht, ohne das man mit den Hacken anstößt, hat man diese Regel beherzigt.
Für Lenkertaschen und an der Gabel befestigte "Low-Rider" gilt: So wenig Gewicht wie eben möglich an die gelenkten Massen, sprich Lenker & Gabel anbringen. Jeder, der schon einmal mit zwei gefüllten Einkaufstaschen am Fahrradlenker gefahren ist, wird einsehen warum. Bepackt wird die Lenkung sehr viel träger. Man kann auf Unvorhergesehenes nicht mehr so schnell reagieren. Die Chance in der nächsten Kurve eine "Ganzkörper-Vollbremsung" zu vollführen, steigt beträchtlich. Positiver Effekt: Der Schwerpunkt verlagert sich weiter nach unten, was das Rad im Geradeauslauf stabilisiert. - Vorausgesetzt die Lowrider-Taschen sind gleichmäßig gepackt. Wer trotzdem nicht auf Taschen an Lenker und Gabel verzichten will, packe also nur leichte Dinge in sie hinein.

Kleidung:


- ein dünner und dicker Pullover (z.B. aus Fleece), die sich als Jackenersatz         übereinander anziehen lassen
- zwei Kombi-Hosen (mit abnehmbaren Beinen)
- zwei Radel-Shirts, die auch als "Zivil-Hemden" dienen
- zwei Radelhosen, (eine kurze & eine lange, die bei Kälte auch als lange Unterhose Verwendung findet)
- ein Paar bequeme Schuhe zum gehen und radfahren
- zwei Unterhosen (eine zum mitnehmen und eine bereits an. Das reicht aus - die meiste Zeit hat man ja die Radelhose an ...)
- zwei BH´s für die Dame
- drei Paar Socken (s.o.)
- Regenjacke und Regenhose, evtl. Windbraker
- Mütze / Fahrradhelm
- Bikini / Badehose
- Sonnenbrille

Dokumente:


- Personalausweis / Reisepaß
- Pilgerausweis
- Jugendherbergs-Ausweis
- Krankenversicherungskarte
- Auslandskrankenscheine für Spanien (E 111)
- Impfpass
- Reisekrankenversicherung (Arztbesuche müssen in Spanien "bar" bezahlt werden. Die Versicherung erstattet dann die quittierten Beträge zurück)
- EC-Karte / Kreditkarten (Geldautomaten gibt es selbst in kleinen Orten, die EC-Karte wird akzeptiert. Sie heißen in Spanien "Maesto")

Toilette:



Tipp:
Proben-Flaschen und -Tuben sind ideal, um das Packmaß des Kulturbeutels klein zu halten. Man glaubt kaum, wie lange man mit so einem "Hotel-Duschgel-Fläschchen" auskommen kann, wenn man es sparsam benutzt. Die Drogeriekette "Rossmann" führt eine große Auswahl an Kosmetika in diesen Minigrößen.

- Zahnbürste
- Zahnpasta
- Nass-Rasierer
- Kamm
- Haut & Haar Duschgel
- Kleine Dose Creme
- Deo-Roller
- Handtuch
- eine Rolle Toilettenpapier
- Monatshygiene

Medikamente:


- Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor (im Herbst / Winter bereits im Heimatland kaufen ! In Spanien ist sie unter Umständen schwer zu bekommen.)
- Heftpflaster
- Medikamente gegen Kopfschmerzen und Durchfall
- Pille / Verhütungsmittel
- persönlich Medikamente
- Abschwellende Sport-Salbe (Mobitat etc.)

Werkzeug:


Die nachfolgenden Werkzeuge und Ersatzteile sind ganz sinnvoll mitzunehmen. Daß auf den Schotterwegen einmal ein Stein an die Schaltung fliegt und diese verstellt, oder man sich einen "Platten" holt ist nicht ganz unwahrscheinlich. Stehen größere Reparaturen an, kann man ohne Spezialwerkzeug meist nichts ausrichten. Dann schafft man das Rad einfach zu einer Bushaltestelle und fährt zu einem Fahrradhändler in die nächst größere Stadt.

Folgende Dinge packe ich immer ein:
- ein Ersatzschlauch (wenn sich Hinter und Vorderrad in der Größe unterscheiden, natürlich zwei)
- ein Satz gutes Flickzeug (z.B. "Tip-Top")
- ein Satz Bremsklötze (für vorne - die werden am stärksten belastet)
- ein Satz Reifenheber aus Kunststoff
- eine Kombizange
- Kettentrenner und Kettenschloss
- ein kleiner Schraubendreher (zum Schaltung einstellen)
- evtl. Ring-Maulschlüssel, sofern Maschinenschrauben am Fahrrad verbaut sind
- ein Satz Fahrrad-Inbusschlüssel
- eine kleine Tube Kettenfett
- Luftpumpe
- Fahrradschloss
- Dioden-Rücklicht und abnehmbare Fahrradlampe (sie läßt sich auch als Taschenlampe nutzen)

Bordküche


- ein Schweizermesser mit Korkenzieher & Dosenöffner
- ein Satz Campingbesteck 
- eine 250 ml Tasse aus unzerbrechlichem Material
- zwei große PET-Pfandflaschen für Wasser
- eine 0,5 Liter PET-Flasche für Wein (ein Glas trinken und den Rest umfüllen - paßt genau und ist viel besser zu transportieren als die schwere Glasflasche)
- ein kleiner Schwamm
- Geschirrtuch
Anmerkung: Umfangreiches Equipment zur Selbstverpflegung (wie Kocher und Töpfe) sind nur unnötiger Ballast. In Spanien kann man alles kaufen und für wenig Geld gut Essen gehen. Wochentags bietet fast jedes Restaurant ein "Menu del dia" an. Für durchschnittlich 7 Euro (mit Getränk) lernt man so noch die einheimische Küche kennen. Will man sich dennoch einmal selbst verpflegen, bieten viele Herbergen gut ausgestattete Küchen an. Geschirr und Töpfe sind meist vorhanden.

Weitere Ausrüstung:


- Schlafsack (eine Isomatte ist nicht unbedingt erforderlich, da es in allen Herbergen Matratzen gibt)
- Tuben-Waschmittel
- Wäscheklammern (gibt es praktisch in keiner Herberge !)
- zwei Zurrgurte (halten das Gepäck fest und lassen sich gut als Wäscheleine zweckentfremden)
- Ohropax (diese Ohrstöpsel braucht man in vielen Schlafsälen, um überhaupt ein Auge zuzukriegen)

Schreibkram:


- Landkarten
- Reiseführer
- Wörterbuch "Spanisch"
- Kugelschreiber / Textmarker
- Notizbuch

Fotoausrüstung:


- Kamera
- Wechselobjektive
- Filter
- Blitz
- Stativ
- Ersatzbatterien
- Filmmaterial

Anmerkung für Viel-Fotografierer: Marken-Filme (Agfa, Fuji, Kodak) bereits zuhause kaufen und lieber mehr als zu wenige mitnehmen. Filme sind in Spanien wesentlich teurer als in Deutschland. Fotografen-Tipp: Zur Urlaubszeit gibt es in heimischen Supermärkten sog. "Vorteilspackungen" mit 10 Filmen zu relativ günstigen Preisen. Jetzt Filme einkaufen und geschlossen im Kühlschrank oder Eisfach deponieren. So halten die Filme fast ewig. Geht es dann auf Tour, taut man die Filme einfach wieder auf. Alle Berufsfotografen machen das auf diese Weise.

Nachbemerkung: 


Das gesamte Gepäck hat bei mir 13 Kilo auf die Wage gebracht. Also genau das richtige Gewicht, um noch eine Kiste Sherry mit in den Flieger zurück zu nehmen ...
(Das Fahrrad zählt als "Sportgerät" und geht in die Freigepäck-Rechnung nicht mit ein)

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Hin & Weiterkommen


Wie kommt man nach Spanien?

Nach Spanien zu kommen ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr. Schließlich ist die iberische Halbinsel bevorzugtes Ziel des europäischen Massentourismus. Alle modernen  Transportmöglichkeiten stehen einem offen.
Wäre da nicht das Problem mit dem Fahrrad ... Genau - das Fahrrad nach Spanien zu bekommen ist das eigentliche Problem! Der einzig echte und wahre Fahrradpilger wird natürlich sein ganzes heimisches Hab und Gut hinter sich lassen und per Rad von Deutschland aus auf die entbehrungsreiche Reise gehen. Vielen wird es jedoch wie mir gehen. Man steht im Berufsleben und hat nur eine begrenzte Zeit im Jahr zum Reisen zu Verfügung. Für diese Gruppe sind die nachfolgenden Informationen gedacht.

Ein Tipp vorweg: Der schlaue Fahrrad-Pilger besorgt sich vor der Fahrt eine flexible Fahrradtasche aus Kunststoffgewebe, in die er das zerlegte Fahrrad "eintüten" kann. Zerlegt heißt in diesem Fall, dass man die Räder herausgenommen hat, die Pedalen nach innen schraubt, den Sattel entfernt und im Notfall den Lenker aus der Gabel zieht. Fahrräder darf man nämlich in vielen Verkehrsmittel nicht mitnehmen. Gegen eine große Tasche hingegen ist nichts einzuwenden. Man erspart sich so eine Menge Ärger und es tun sich im wahrsten Sinne des Wortes "neue Wege" auf. Im Gegensatz zu den sperrigen Fahrradkoffern oder -Transportkisten kann man diese Tasche einfach zusammenrollen und mitnehmen. Sie wiegen etwa 3 kg. Beziehen kann man so eine Transporttasche beispielsweise bei Karstadt-Sport oder von der Firma BWH-Koffer zum Preis von etwa 50 € aufwärts. Vergleichen lohnt sich, denn die Dinger können auch ganz schön teuer sein.

Mit der Bahn:


Das Fahrrad im Zug mitzunehmen, und so nach Spanien zu fahren ist machbar - jedoch mit nicht unerheblichen Schwierigkeiten verbunden. Bahnfahrten nach Spanien gehen zwangsläufig über Paris. Die Bahnhöfe in Paris sind jedoch Sackbahnhöfe in denen die Strecken einer bestimmten Himmelsrichtung enden. Hier ist in jedem Fall umsteigen und Bahnhof suchen angesagt. Wer sich nicht besonders gut in Paris auskennt, kann hier ganz schnell in Zeitnot geraten. Das weiß ich aus eigener Erfahrung! Umsteigen kann auf der Fahrt unter Umständen zu einer aufregenden Beschäftigung werden. Schließlich muss man nicht nur sich selbst in den neuen Zug verfrachten, sondern auch das Fahrrad von Gepäckwagen zu Gepäckwagen umladen. Und das unter Zeitdruck. Hat man das Fahrrad nicht verpackt, dann ist spätestens an der französisch-spanischen Grenze die Fahrt zu Ende. Die spanische Bahngesellschaft RENFE nimmt nämlich keine unverpackten Fahrräder mit. Ich habe es mehrfach versucht und bin jedes Mal dabei auf die Nase gefallen. Zudem ist das spanische Schienennetz nicht besonders dicht ausgebaut, weshalb man oft weite Umwege über Provinz-Hauptstädte in Kauf nehmen muß. Gegen eine Bahnfahrt nach Spanien spricht auch der hohe Preis. Für das gleiche Geld kann man schon den Flieger nehmen.
Eine gute Informationsmöglichkeit über die internationalen Zugverbindungen bietet die Internetseite der Deutschen Bahn-AG.

Mit dem Bus:


Die Busfahrt stellt eine der günstigsten Möglichkeiten dar, nach Spanien zu kommen. Allerdings stellt sich auch hier wieder das Fahrrad-Transport-Problem. Im Linienverkehr fahren die Busse der "Deutschen Touring" zahlreiche Destinationen in Spanien an. Unverpackt nehmen sie aber keine Fahrräder mit - schon gar nicht in der Hauptsaison. Wenn das Rad jedoch schön klein in eine Tasche verpackt ist, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Man muß aber auch nicht unbedingt mit der "Deutschen Touring" bzw. "Eurolines" unterwegs sein.
Nicht wenige Reisebus-Unternehmen fahren ab Saisonbeginn (März - April) im Pendelverkehr nach Spanien. Dies sind ebenfalls fast Linienbusartige Fahrten zu den Touristenorten an der spanische Küste. In der Vor- bzw. Nachsaison sind diese Fahrten nicht voll ausgebucht, weshalb die Busse Transportkapazitäten frei haben. Bei verschiedenen Busunternehmen nach "Nur Fahrt mit Fahrradtransport" nachzufragen lohnt sich auf jeden Fall. Grundsätzlich gelten die Devisen: Je größer der Bus, desto kleiner der Kofferraum; und - Busfahrer packen nie gerne sperrige Dinge in den Kofferraum! Ein Trinkgeld in Papierform kann hier jedoch "Räume auftun." Ist  man erst mal in Spaniens Touristengebieten angelangt, ist die Weiterreise eigentlich kein Problem mehr. Spanische Linienbusse nehmen in der Regel Fahrräder mit - egal ob verpackt oder unverpackt. Lediglich das Vorderrad muss manchmal ausgebaut werden. - So ist jedenfalls meine Erfahrung. 

Mit dem Flugzeug:


Das Flugzeug ist meiner Meinung nach die beste und stressfreieste Art auf die iberische Halbinsel zu kommen. Wenn man nicht gerade einen teuren Linienflug von IBERIA bucht, sondern mit einem Charterflug zu einem der Touristenorte an der Costa Brava vorlieb nimmt, kommt man auch mit geringem Reisebudget aus. Ich selbst bin letztes mal mit Air Berlin geflogen. Hier gab es keinerlei Probleme mit dem Transport des Fahrrades. Auch der "Zuschlag für Sportgeräte" blieb im Rahmen. Allerdings sollte man das Fahrrad im eigenen Interesse gut verpacken, denn das Umladen des Gepäcks läuft teilweise ziemlich Unsanft ab. Nach dem letzten unverpackten Fahrradtransport konnte ich beispielsweise die Laufräder komplett wegwerfen; so verbogen waren sie. Den Schaden hat natürlich niemand übernommen. Zum Preis eines neuen Laufrades kann man sich auch gut eine Transporttasche kaufen und erspart sich den Ärger.

Wenn auch nicht gerade ökologisch, so sind die Dumping-Fluglinien doch preislich eine Betrachtung wert. Fluggesellschaften wie Ryan-Air, Eurowings und Happag-Lloyd (um nur einige zu nennen) fliegen zu Billigtarifen abgelegene Flughäfen an. So fliegt Ryan-Air z.B. Perpignan in den Pyrenäen und Girona an der Costa Brava an; Happag-Lloyd den Flughafen Reus bei Taragona. Will man beispielsweise über den Camino Catalán reisen, ist man so bereits an interessanten Ausgangspunkten. Diese Flüge kann man mit etwas Glück schon für 20 Euro bekommen. Dafür kann man nicht einmal zufuß gehen... Es lohnt also, sich die Destinationen genauer anzusehen. Wichtig ist, das man die Flüge schon bei Zeiten über das Internet bucht und sich bestätigen lässt. Mit Ryanair habe ich bei der direkten Buchung schlechte Erfahrungen gemacht. Ich wollte einen Flug, der im Internet 39 € kosten sollte, direkt am Schalter in Girona buchen. Am Schalter (es gab dort nur einen) sollte der selbe Flug plötzlich satte 190 € kosten. Was für ein Unterschied! Zudem haben die abgelegenen Flughäfen schlechte Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da es sich meist um Frachtflughäfen handelt. Man kommt einfach nicht von dort weg - außer mit den "Schweinetransport-Bussen", die direkt nach einer Landung fahren. Die Anbindungsbusse können die Räder nicht weiter transportieren, da die Kofferräume bis zum Bersten mit Urlaubergepäck gefüllt sind. Man muß die Radtour also vom Flughafen aus starten. Mit dem Fahrrad bereitet das fortkommen in sofern weniger Probleme. Vorteil der Billigfluglinien: Sie nehmen verpackte Fahrräder gegen Aufpreis mit, sofern Transportkapazitäten frei sind. 
Unter der Billig-Fliegern genießt Eurowings einen besseren Ruf als Ryanair, da internationale Flughäfen angeflogen werden. Die Weiterreise-Möglichkeiten sind also besser.

Wie kommt man innerhalb Spaniens weiter?


Mit der Bahn:


Wie schon oben erwähnt ist es theoretisch möglich, ein verpacktes Fahrrad in Spaniens Zügen zu transportieren. Zwischen Theorie und Praxis ist jedoch oft ein großer Unterschied. In Tarragona hab ich z.B. erlebt, dass man zwar zerlegte Fahrräder nach Pamplona mitnehmen konnte, jedoch nur, wenn der Zug mit einem Gepäckwaggon ausgestattet war. Der Zug mit besagtem Waggon fuhr aber nur einmal in der Woche und schied damit aus. Anders die Züge, die entlang der Costa Brava verkehren und die Touristenorte miteinander verbinden (z.B. Calella -Barcelona). In ihnen ist die Fahrrad-Mitnahme möglich und kostet noch nicht einmal Zuschlag. Allerdings sind dies auch nur Kurzstrecken. Hier bestätigt die Ausnahme eher die Regel.
Kurz gesagt: Obwohl das Bahnfahren in Spanien preislich recht günstig ist, kann man es in Kombination mit dem Fahrrad im Großen und Ganzen vergessen.

Mit dem Bus:


Der Bus ist für den einzelnen Fahrradreisenden das Transportmittel erster Wahl. Spanien verfügt über ein sehr gut ausgebautes Buslinien-Netz, das auch Fernverbindungen einschließt. Jede noch so kleine Stadt hat einen Busbahnhof (Estacion de autobus), von dem aus man die nächst größeren Städte erreichen kann. Von den größeren Busbahnhöfen gehen dann die Fernverbindungen ab. Preislich kann man mit etwa 5,00 € pro 100 Km Fahrt rechnen (Stand 2003). Das Fahrrad kostet einen geringen Aufpreis. Die Qualität der Busse ist im allgemeinen recht gut. Sie sind mit Toiletten ausgestattet und Rauchen ist in ihnen verboten. Die Lenkzeiten werden penibel eingehalten und etwa alle zwei Stunden wird eine längere Pause eingelegt. Im eigenen Interesse sollte man sich mit den Vokabeln für die Uhrzeit vertraut machen, damit man auch versteht, wie lange Pause eingelegt wird. Anderenfalls kann es sein, dass einem der Bus vor der Nase wegfährt. Gerade bei Pausen in der Nacht kann es sein, dass der Busfahrer den einen oder anderen Fahrgast übersieht. Gute Internetseiten zu den Busstrecken erreicht man über die Link-Seite.

Von Barcelona nach Roncesvalles:
In Barcelona gibt es zwei Busbahnhöfe: "del Norte" und "Sants". Der Haupt-Busbahnhof "Estacion del Norte" befindet sich in der Nähe des "Arc de Triophe". So heißt auch die Metro-Station dort. Er ist so groß, wie es in Deutschland nur Bahnhöfe sind und besitzt einen internationalen Ticketschalter, Gepäckschließfächer, Geschäfte und Cafés. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die vielen Fahrkartenschalter der konkurrierenden Busunternehmen, die teilweise die selben Ziele ansteuern und in den Preisen variieren. In Spanien ist es nicht selbstverständlich, dass man Hin- und Rückfahrt mit dem selben Busunternehmen macht. Viele Buslinien fahren nicht zwischen den Städten hin & her sondern kreisen auf Rundtouren. Erkundigungen im Vorfeld schützen vor bösen Überraschungen.
Von Barcelona's Busbahnhof "Sants" (Metro Station "Sants Estacion") am Hauptbahnhof, gibt es direkte Busverbindungen nach Pamplona. Das Busunternehmen "Vibasa" (siehe Linkseite) fährt auf ihrer Linie Barcelona - San Sebastian auch Pamlonas Busstation an. Die Fahrt dauert ca. 5 Stunden und kostet je nach Bustyp zwischen 18 € und 28 €. Von Pamplonas Busstation fährt einmal täglich um 18.00 Uhr ein Bus der Linie "La Montañesa" nach Roncesvalles. Der Preis liegt bei 4 €. (Stand April 2003)

Von Santiago de C. nach Barcelona
Vom Busbahnhof in Santiago gibt es eine direkte Busverbindung nach Barcelona. Anbieter ist die Firma "Alosa" bzw. "Alsa". Eine Busverbindung nach Pamplona wird ebenfalls angeboten. Die genauen Konditionen kann man über die Linkseite direkt bei den Firmen in Erfahrung bringen.

(Die Transportmöglichkeit per Bus funktioniert natürlich nur, sofern man allein oder zu zweit unterwegs ist. Als Gruppe müßte man den Fahrradtransport anders organisieren; z.B. einen Kleintransporter ausleihen, oder eine Spedition beauftragen.)

Das Fahrrad

Wie sollte das Fahrrad aussehen, wenn man den Jakobsweg per Rad bestreiten will? - Tja, das kommt in erster Linie darauf an, was man will. Will man genau dem Jakobsweg folgen, so wie er von den Jakobusgesellschaften und Tourismusverbänden mit den blau-gelben Jakobsmuscheln ausgezeichnet ist? Oder ist es wichtiger die historischen Pilgerorte des Jakobswegs und ihre Sehenswürdigkeiten aufzusuchen - und man ist bereit Zugeständnisse an die Wegstrecke zu machen?

Im ersten Fall besteht kein Zweifel: Der markierte Jakobsweg ist und bleibt ein Wanderweg!!! Feldwege mit Geröll bis zu Fußballgröße, kilometerweite Morast-Strecken und saftige Steigungen sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wer diesen Weg trotzdem mit dem Fahrrad fahren will, kommt um ein gutes Mountainbike nicht herum. Viel Gepäck verbietet sich da schon von allein. Will man den "Camino Frances" fahren, sollte man ein "Fully-Mountainbike" so ausstatten, dass man es gut tragen (!) kann. Für echte Mountainbiker ist das normal, für den Radpilger wohl etwas Gewöhnungsbedürftig.
Es sollte mit einem Gepäckträger ausgestattet sein, den man an der Sattelstütze befestigt. So bleibt der volle Federweg erhalten. Auf den Träger kommt lediglich ein Tagesrucksack, der nur das Allernötigste beinhaltet: Nämlich die zweite Kleidungs-Garnitur und den Schlafsack.

Im Fall Nr.2 tut es auch ein gutes Trecking-Bike. Man sucht sich hierbei auf der Landkarte Wegstrecken heraus, die wenigstens "fahrbar" sind. Zwangsläufig kommt man so mehr oder weniger aus der geplanten Richtung. Bei dieser Wegvariante muss man oft im Zickzack fahren um an den gewünschten Ort zu kommen. Um Feldweg-Fahrten kommt man trotzdem nicht herum, will man nicht auf den mörderischen Nationalstraßen entlang radeln. Dickere Reifen sind hier von Vorteil.
Auch nicht herum kommt man um die Berge, weshalb das Fahrrad unbedingt mit einer guten Gangschaltung ausgestattet sein muss. Im heimatlichen Nordrhein-Westfalen fahre ich meistens in meinen drei, vier Lieblingsgängen herum. Auf dem Jakobsweg habe ich alle 27 Gänge gebraucht - und die waren keinesfalls unnutzer Luxus! Wenn Sie zum "Cruz de Ferro" hinaufgefahren sind, werden Sie mir sicher beipflichten. Ein gutes Assesoir ist zudem ein stabiler Hinterrad-Fahrradständer. Auf ihm steht selbst ein vollbepacktes Rad sicher auf dem Boden, ohne ständig in den Dreck zu fallen.

Ein Wort zu Hollandrädern und Fahrrädern mit Dreigang-Nabenschaltung: Ich bin mir nicht sicher, ob diese Gefährte von der UNO bereits auf die Liste der Folterinstrumente gesetzt wurden. Man muß jedenfalls schon ausgesprochen masochistisch veranlagt sein um damit auf Tour zu gehen. Auch wenn man vorhat, für irgendetwas Buße zu tun, bieten sich dafür noch eine Menge anderer Gelegenheiten. Selbst mit den auf den Bildern gezeigten Hightech-Fahrrädern ist der Weg anstrengend genug. Ein Berg bleibt nun mal ein Berg! Also bitte: Nicht ohne vernünftiges Rad losfahren! (Oder ein Hollandrad noch mit Beton ausgießen und die runden Räder gegen Viereckige austauschen - Für das volle Büßergefühl...)

Noch ein Tipp: Wenn man ein Fahrrad neu kauft, sollte man schon bei der Vorauswahl auf den Preis achten. Ein Rad mit qualitativ hochwertigen Komponenten (Rahmen, Schaltung, Bremsen, Lager etc.) bekommt man nicht unter 600 €. Ist es dennoch wesentlich günstiger, sind irgendwo Billig-Teile minderer Qualität verbaut. Und die fallen erfahrungsgemäß immer an der ungünstigsten Stelle auseinander. Hochwertige Bauteile erkennt man daran, dass sie sich warten lassen. Sind beispielsweise die Kettenblätter mit der Tretkurbel verschraubt anstatt vernietet, kann man schon von einem hochwertigen Teil ausgehen. Die Kettenblätter lassen sich einzeln austauschen. Bei Shimano sind das Komponenten der Reihe LX, XT, etc. Die Qualitäts- und Preisskala ist nach oben offen. Der Markenname allein steht aber noch lange nicht für Qualität. Shimano z.B. baut auch Wegwerfteile für den unkritischen Kunden!
Bei Billigfahrrädern aus dem Supermarkt sind die Komponenten selten aufeinander abgestimmt. D.h. der hintere Umleger passt nicht zur Größe der Zahnkranzkassette und es lassen sich nicht alle Gänge durchschalten. Die Kette ist nicht abgelängt und rutscht bei der ersten Beanspruchung durch, oder verklemmt sich gar. Rahmenteile sind nicht ordentlich verlötet, oder bestehen unter der Lackierung aus minderwertigen Metallrohren etc. Die Palette der versteckten Mängel ist riesig. Ich bin selbst schon auf solche Blend-Angebote hereingefallen. Die Folge war, dass ich fast alle Komponenten austauschen musste, weil sie selbst den Alltags-Beanspruchungen nicht standhielten. Am Ende war das vermeintliche Sonderangebot genau so teuer, als wenn ich gleich Qualität gekauft hätte - Nur hatte ich noch zusätzlich die Arbeit. "Billig-Mist" kommt bei mir nicht mehr mit auf die Reise. Im Endeffekt bezahlt man doppelt!

Wer sein Rad selbst aus Einzelkomponenten zusammenstellen will, kann durch Produktvergleiche Geld sparen. Im Fahrrad-Rennsport gilt es als Sakrileg, Komponenten des Vorjahres zu verbauen. Es muss immer das Neueste sein. Diese Spinnerei kann man sich zunutze machen. In Katalogen von Teileversendern sind Komponenten der Vorjahre oft  bis zu 50% günstiger zu haben. So kommt man günstig doch noch zu Qualität. Die Bicycles AG in Bielefeld macht z.B. solche Angebote.

Dass ein gutes Fahrradschloss in Spanien zur Grundausstattung gehört, halte ich eigentlich für selbstverständlich. In vielen Refugios kann man das Rad im Innenhof abstellen. In Hostals oder Pensionen  nimmt man es mit auf das Zimmer. Das ist nichts ungewöhnliches, sondern wird in Spanien als ganz normal angesehen. Niemand lässt dort ein gutes Fahrrad auf der Straße stehen.
Licht am Fahrrad zu haben, ist ebenfalls sehr wichtig. In Spanien gibt es keine Radwege. Man fährt also die ganze Zeit auf Straßen, die auch von Pkw, Lkw und Rollern benutzt werden. Gut gesehen zu werden kann hier lebenswichtig sein - vor allem im Dunkeln. In ländlichen Gegenden hat man zudem oft das Gefühl, das die Autofahrer noch nie eine Fahrschule von innen gesehen haben. Ein Auto ist ja sowas wie ein kleiner Traktor...
Diodenlampen sind klein, leicht, hell und verbrauchen nur ganz wenig Strom. Sie sind ideal für die Reise. Beim Kauf sollte man evtl. darauf achten, daß keine exotischen Batteriegrößen sondern Mignon-Zellen als Stromquelle dienen. Die gibt es überall auf der Welt. Weiße Diodenleuchten als Frontlicht sind derzeit noch (unverständlicher Weise) sehr teuer. Hier tut es auch die herkömmliche Batterie-Klemmleuchte. Sie findet zudem Verwendung als Taschenlampe. - In den Herbergen wird das Licht meist sehr früh ausgeschaltet. Eine Taschenlampe erleichtert den Gang zum Klo ungemein.

Der Fahrrad-Check

Das Fahrrad ist ohne Zweifel der zentralste Bestandteil der ganzen Ausrüstung. Im ureigensten Interesse sollte man sich mit ihm schon vor der Reise auseinandersetzen. Hierzu gehört vor allem, schon in heimischen Gefilden einmal mit vollem Gepäck herumzufahren und zu beobachten, wie das Rad reagiert. Sehr aufschlussreich sind dabei Touren, bei denen es bergauf geht. Hier wird das ganze Material gefordert und Schwachstellen treten zutage. Dies gilt nicht nur für alte Drahtesel, sondern auch für ganz neue. Denn auch bei Neurädern dauert es gut 14 Fahr-Tage, bis sich Schrauben und Speichen "gesetzt", Bowdenzüge "gelängt" und Zahnräder und Kette aufeinander eingespielt haben. Notwendige Einstellarbeiten müssen dann durchgeführt werden. Für alte Fahrrad-Cracks ist das nichts Neues. Für den, der zum ersten mal auf Tour geht, ist dies aber vielleicht ganz hilfreich, um nicht in der "Pampa" schrauben zu müssen.
Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie ihr Rad zu einem guten Fahrradhändler bringen, der den Check für Sie durchführt. Wenn Sie ihm erklären was sie vorhaben, legt er vielleicht besondere Sorgfalt an den Tag. Trotzdem ist es nicht verkehrt, wenn man sein Rad selbst beurteilen kann.

Sehen wir uns doch mal das Fahrrad an.
Wie sehen die Bremsen aus? Sind die Bremsgummis noch gut oder schon stark abgefahren? Wenn der Belag schon nah am Metallfuß angelangt ist, müssen die Klötze gegen Neue ersetzt werden. Korrekt eingebaut sind die Beläge, wenn sie etwa 2 mm Abstand zur Felge haben. Sind die Bremshebel leichtgängig und sind die Bowdenzug-Aufhängungen in Ordnung? Wenn nicht, müssen sie geschmiert oder ausgetauscht werden.
Die Bowdenzüge von Bremsen und Schaltung sollten ebenfalls sorgfältig in Augenschein genommen werden. Gleiten sie gut durch die Führungen oder sind sie schwergängig? Schwergängige Züge zieht man, sofern es möglich ist, aus den Führungen heraus und fettet sie neu ein. Bei aufgequetschten oder gelöteten Nippeln ist dies jedoch nicht möglich. Lösen sich bereits einzelne Fasern oder ist der Zug gar geknickt, kommt man um einen Komplettaustausch nicht herum. An dieser Stelle sollte man keine Kompromisse eingehen und gleich fertige Züge der richtigen Länge kaufen. Nehmen Sie das ausgebaute Teil mit zu ihrem Fahrradhändler. So können Sie sicher sein, auch einen Zug mit den passenden Nippeln zu bekommen.
An modernen Fahrrädern werden heute Cantilever-Bremsen oder V-Breaks verbaut, die sich relativ leicht warten lassen. Die Schwachpunkte an diesen Systemen sind jedoch die Drehpunkte der Hebelarme. Sind sie verdreckt und im Laufe der Zeit schwergängig geworden, schleift oft ein Bremsklotz einseitig an der Felge. Ist dies der Fall, baut man die Hebelarme ab (meist sind sie nur mit einer Schraube befestigt) und versucht sie mit Unterkriech-Öl wieder gängig zu machen. Funktioniert das nicht, sind sie ein Fall für die Mülltonne. Neuteile gibt es ab 10 € aufwärts. Auch hier steht Sparen in keinem Verhältnis zur Qual, mit schleifenden Bremsen einen Berg hinauf fahren zu müssen...

Die Kette überträgt die gesamte Kraft vom Tretkurbelsystem zum Hinterrad. Sie ist demnach sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Ihren Zustand überprüft man, in dem man ein etwa 5 cm langes Stück in die Hände nimmt und die Kettenglieder gegeneinander verdreht, als wenn man sie auswringen wollte. Ist sie in gutem Zustand, ist die Verdrehung nur minimal. Ist die Kette schon lange in Gebrauch, dann ist das Spiel wesentlich größer und man hört deutlich die Knack-Geräusche von Dreck und Sand zwischen den Kettengliedern. So ein Antriebsstrang verbraucht viel Energie für die "Metall-Mahlarbeit" und wird über Kurz oder Lang reißen. Ob man die Kette austauscht, steht immer im eigenen Ermessen. Die Erneuerung ist hierbei etwas umfangreicher. Da Kette und Zahnkränze aufeinander eingeschliffen sind bringt der bloße Austausch des Antriebsstranges wenig. Die neue Kette hätte auf den alten Zahnkränzen keinen richtigen Halt und würde unter Belastung springen. Will man vernünftig vorwärts kommen, müssen die Hinterrad-Zahnkränze ebenfalls ausgetauscht werden. Diese Arbeit überlässt man dem Zweiradmechaniker oder kauft sich die entsprechenden Spezialwerkzeuge. Hier machen sich wieder die Qualitätskomponenten bemerkbar. Sie lassen sich nämlich einzeln austauschen. Warum sollte man die gesamte Tretkurbel wegwerfen, wenn doch nur das Kettenrad verschlissen ist? Bei der Zahnkranzkassette tauscht man auch nur die Ritzel aus, die wirklich immer gefahren wurden und Verschleiß aufweisen. Gewöhnlich sind der 1. und 2. Gang fast nie benutzt, müssen also auch nicht erneuert werden. Ist alles wieder in bestem Zustand, tut man der Kette noch etwas Gutes: Man fettet sie ein. Fetten heißt, daß man Kettenfett gleichmäßig auf der Ketteninnenseite aufträgt - da, wo die Zähne in die Kette greifen. Hierzu stellt man das Rad auf den Kopf, trägt das Fett dünn auf , dreht die Tretkurbel und schaltet alle Gänge durch. Hierbei verteilt sich das Schmiermittel auf allen Zahnkränzen. Dann nimmt man einen Lappen und wischt das Fett wieder von der Kette ab, sodaß nur ein ganz leichter Film auf der Kette bleibt. Nun ist sie optimal geschmiert. Ein Zuviel an Schmiermittel schadet der Kette nur, da Sand und Schmutz daran haften bleibt und wie Schleifpaste wirkt.

 

Planung, Reiseführer & Kartenmaterial

 

Spanien kann man nicht gerade als besonders Fahrradfreundlich bezeichnen, obwohl der Radsport dort sehr beliebt ist. Plant man eine Radtour durch Nordspanien, ist es um so wichtiger, verkehrsarme und fahrradtaugliche Strecken zu finden. Größere Städte sind meist nur über die Autobahnähnlichen Nationalstraßen direkt  miteinander verbunden. Diese "N's" sollte man aber als Radfahrer unbedingt meiden. Über sie wird der gesamte Schwerverkehr abgewickelt. Seitenstreifen sind meist nicht vorhanden; von Radwegen ganz zu schweigen. Zudem sind die Autofahrer nicht besonders rücksichtsvoll und hupen gerne. Empfehlenswert sind die mit einem "C" oder "A" gekennzeichneten Landstraßen. (Die Landstraßen- "A's" nicht mit den Autovias bzw. Autopistas verwechseln!). Diese Landstraßen verbinden meist kleinere Orte miteinander und führen selten genau in die Richtung in die man möchte. Man ist also gezwungen, sich mit einer mehr oder minder zickzackartigen Strecke anzufreunden und sollte deshalb ein paar Kilometer mehr einplanen. Unbedingt achten sollte man bei der Planung auf die Höhenangaben in den Karten.

Ein Beispiel: Auf der Karte sieht man eine typische Straßensituation des "Camino Catalán en Aragón". Wie kommt man nun von Barbastro nach Huesca? Die mörderische N 240 scheidet aus. Um trotzdem in die richtige Richtung zu kommen, müsste man einen Umweg südwestlich über Barbegal fahren. Hier gelangt man auf die A 1216, die sich relativ gut und sicher bis Huesca fahren lässt. Bei Monflorite kommt man dann über die A 131 in die Innenstadt. Geradezu charakteristisch für viele spanische Städte ist die breite Autobahn, die sich um den Stadtkern windet. Für Radfahrer ist Sie meist verboten und ein fast unüberwindbares Hindernis. Man muss sich also schon vorher überlegen, aus welcher Richtung man in eine Stadt einfahren kann. Ignoriert man das Problem, steht man plötzlich vor Plantagen, Bewässerungsgräben etc., die einen zur Rückkehr und noch größeren Umwegen zwingen. Über die N 240 beträgt die Strecke zwischen Barbastro und Huesca 53 km. Die Fahrradtaugliche Strecke kommt auf 62 km, also ganze 9 km mehr. Was hier in der Michelin-Karte weiß dargestellt ist, entpuppt sich im Wirklichkeit als eine Hügellandschaft. Wenn die Hügel auch unter 100 m hoch sind, so fordern auch Sie ihren Tribut an Muskelkraft. Landschaften mit sanften Hügeln lassen sich aber erfahrungsgemäß besser fahren als topfebene Gegenden mit Gegenwind. Sie sind auch für das Auge abwechselungsreicher. -  Obwohl die Strecke über die Landstraße etwas länger ist, ist sie doch tausendmal besser als die "N", und dieser unbedingt vorzuziehen.

Erste Wahl für die Streckenplanung sind die Spanien-Karten von Michelin (Nr. 441, 442 und 443). Wegen ihres groben Maßstabs von 1:400.000 kann man sie zwar nicht gerade als ideal für Radfahrer bezeichnen, dennoch sind sie eine gute Planungsgrundlage. Sie sind recht genau und die Straßen, die auf ihnen verzeichnet sind, gibt es wirklich. Bei spanischen Karten ist das nicht immer der Fall. Die größten Vorteile der Michelin Karten sind jedoch folgende: Man bekommt sie fast überall und auf ihnen sind die Straßennummern eingetragen. Das erleichtert die Orientierung ungemein. Auf Wegweiser kann man sich nämlich nicht immer verlassen bzw. in ländlichen Gegenden gibt es oft gar keine. Straßenbezeichnungen sind jedoch überall vorhanden; sei es als gemauerte Pylonen oder kleine Blechtäfelchen. Auf dem Foto der Startseite kann man so eine Straßenbezeichnung über dem Ortseingangsschild von Santiago sehen.

Regionale Karten oder Stadtpläne sollte man vor Ort kaufen. Gerade in Universitätsstädten  finden sich gutsortierte Buchhandlungen, in denen man fündig wird. Spanisches Kartenmaterial ist günstiger als deutsches oder französisches. Allerdings ist das Papier von minderer Qualität und zerreißt bei mehrmaligem falten. Auch von der inhaltlichen Qualität sollte man sie etwas mit Vorsicht betrachten. Auf einer Radtour durch Südspanien hatten wir beispielsweise den Ungenauigkeiten der roten Bezirkskarten von "Editorial Everest S.A." manchen Mehrkilometer zu verdanken. Hier waren mitunter Straßen eingezeichnet die noch in Planung sind oder nie gebaut wurden. Auf ihren Rückseiten sind jedoch Stadtpläne der Bezirkshauptstädte abgedruckt, die ganz brauchbar sind um etwa die Adresse einer Unterkunft zu finden. Öffentliche Stadtpläne sind in Spanien nämlich eine Seltenheit. Die meisten Touristenbüros haben aber Abreißblocks mit dem örtlichen Stadtplan, auf dem die Damen hinter dem Tresen bereitwillig Unterkünfte ankreuzen. Gelegentlich kommt es aber vor, daß die Refugios soweit außerhalb liegen, daß sie nicht mehr auf dem verzeichnet Plan sind. (Santiago selbst ist so ein Fall - Schönen Dank auch...)

Als richtig gut hingegen haben sich die offiziellen Karten der Provinz Regierungen herausgestellt. Man erkennt sie am Titel "Junta de ..." oder "Generalidad de ... ". Mit einem Maßstab von 1:200.000 sind sie ideal zum Fahrradfahren. Auch die Berge sind in ihnen eingezeichnet. Sie lassen an Genauigkeit nichts zu wünschen übrig. Die Straßen, die nicht eingezeichnet sind, gibt es auch nicht. Man bekommt sie in Buchläden und Touristenbüros. Wenn man das Haupttouristenbüro der jeweiligen Provinz anschreibt, kann man sie sich auch zuschicken lassen. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls in Südspanien gemacht.

Spezielle Radwanderkarten zu den spanischen Jakobswegen gibt es meines Wissens nicht, allerdings sind verschiedene Wanderkarten erhältlich. Mit einem Maßstab von 1:50.000 sind sie aber auch nicht ideal, da man in kürzester Zeit aus der Karte herausfährt. Auch muß man zu viele davon mitnehmen. Als recht praktisch könnten sich jedoch Militär- bzw. Pilotenkarten herausstellen. Diese "ONC" bzw. "TPC" (Tactical Pilote Chart) Karten haben zwar einen großen Maßstab (ONC's von 1:1.000.000 entsprechen zwei TPC's von 1:500.000) und die riesigen Ausmaße eines Kartentisches - jedoch sind sie an Genauigkeit kaum zu schlagen. Man kann sie bei Expeditionsausrüstern beziehen, wie beispielsweise "Därr" in München.

Recht brauchbare Informationen und auch Karten bekommt man in den lokalen Touristen-Informationen vor Ort. Nachfragen lohnt sich auf jeden Fall.

Reiseführer

Im Teil "Vorbereitung" bin ich schon auf die Versandbuchhandlung Zentgraf eingegangen, die sich auf Jakobsweg-Literatur spezialisiert hat. Hier bekommt man alle möglichen Pilger-Reiseführer, die derzeit im Handel sind.
Das Angebot der Reiseliteraturen, die speziell für die Belange von Fahrradfahrern geschrieben sind, ist allerdings recht mager. Keinem einzigen könnte ich eine wirklich gute Note geben.

Der "Praktische Pilgerführer - der Jakobsweg" von Millán Bravo Lozano / Editorial Everest / ISBN 84-241-3835-X ist wohl der von Wanderern meist verwendeten Reiseführer über den "Camino Francés". Er ist in allen möglichen Sprachen erhältlich und auch in vielen Pilgerherbergen zu erwerben. Die Ortsbeschreibungen sind ausführlich und reich bebildert. Genaue Routenpläne und Stadtplan-Auszüge sind eine wertvolle Hilfe. Zu dem Buch gehört eine Klarsicht- Umhängetasche mit Etappenkarten und der Beschreibung von Weg, Sehenswürdigkeiten und Unterkünften. Da dieses Buch gleichzeitig für Wanderer, Radfahrer und Autotouristen geschrieben ist, verwundert die angegebenen Strecke für Fahrradfahrer nicht sonderlich. Sie verläuft entlang der Nationalstraßen und gibt die Camino-Passagen an, die "keine Probleme" bereiten. Hier machen es sich die Autoren zu einfach. Für Fahrradfahrer kann das Buch deshalb nicht überzeugen. Abschreckend wirken zudem der hohe Preis von ca. 23 €, das große Format und das Vorwort, in dem sich die Autoren tüchtig selbst "beweihräuchern". Fazit: Das Buch ist gut geeignet um sich auf den Camino vorzubereiten und etwas über die Ortschaften zu erfahren. Die Streckenangaben für Radfahrer können jedoch nicht überzeugen.

Richtig geärgert habe ich mich über das Buch "Radwandern - Der Jakobsweg - Von Pamplona nach Santiago de Compostella", Nr. 983 aus der Reihe "Mit Stöppel unterwegs". Was der Stöppel - Verlag hier herausgebracht hat verdient bestenfalls die Note "mangelhaft". Das Buch lässt sich weder um- noch aufgeschlagen in einem handelsüblichen Kartenfach unterbringen. Die Bindung dieses Reiseführers ist so minderwertig gefertigt, dass sich das Buch schon am zweiten Reisetag in eine Loseblattsammlung verwandelte. Für kapp 15 Euro (29,80 DM) darf man eigentlich eine andere Qualität erwarten. Obwohl die beiden Autorinnen mit Sicherheit recht sympathisch sind, kann ich weder ihre Vorliebe für Matschwege noch die für stark befahrene Alternativ-Routen entlang der Nationalstraßen nachvollziehen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie eine Teil der Strecke mit dem Auto abgefahren sind. Als ich dann im strömenden Regen feststellen musste, das die gesuchte Herberge in Pamplona schon seit Jahren geschlossen ist und es die Alternative nahe der Universität gar nicht gibt, war ich echt sauer! Auch die Beschreibungen der Orte sind recht oberflächlich, Wegbeschreibungen zu den Refugios fehlen komplett. Nein, vielen Dank...

Genau das Gegenteil ist der Reiseführer "Nordspanien und der Jakobsweg" aus dem Bielefelder Verlag Reise-Know-How. Dieses Buch hat mir viele gute Dienste erwiesen. Es behandelt den Jakobsweg nicht als abgehobenes Thema, sondern als Teil der Kultur und Geschichte Nord-Spaniens. Die Ortsbeschreibungen sind prägnant, treffend und vor allem nachprüfbar. Man merkt, dass der Autor Andreas Drouve wirklich vor Ort war und sich mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt hat. Angenehm fällt auf, dass man auch Antworten auf Fragen bekommt, die sich erst durch den Weg ergeben. Was haben z.B. die allgegenwärtigen Graffitis im Baskenland zu bedeuten? Und wie war das doch gleich mit der ETA? Was sind die Kulinarien dieser Gegend und womit verdienen die Menschen ihr Geld? Was hat Hemingway mit Pamplona zu tun?
Da sich das Buch mit dem ganzen Norden Spaniens beschäftigt, fällt man nicht sofort ins informationslose Nichts, wenn man einmal eine Alternativstrecke wählt oder einen Abstecher macht. Auch der ausführliche Kartenteil macht dieses Buch äußerst praktisch für den Radfahrer. Kann man sich doch so einen Überblick verschaffen, ohne gleich alle Landkarten ausbreiten zu müssen.
Prädikat: Erste Wahl !!

DuMont steht für erstklassig und wissenschaftlich fundiert recherchierte Reiseführer. Der 352 Seiten starke Band "Der Spanische Jakobsweg" von Dietrich Höllhuber und Werner Schäfke der Edition DuMont Kunstreiseführer /1.Aufl. 1999/DuMont Köln/ ISBN 3-7701-4862-2 bietet daher eine ideale Einführung in die Thematik rund um den Jakobsweg. Ausführlich werden der Aragonesische Weg, der Navarrische Weg und der Camino Francés beschrieben. Wie in allen DuMont Reiseführern ist der Serviceteil eher klein gehalten, dafür der Kunstgeschichtliche Teil um so ausführlicher. Das ganze Buch wirkt trotzdem nicht wissenschaftlich überladen, sondern ist recht gut lesbar. Prädikat: Gutes Buch um sich Zuhause vorzubereiten

Ebenfalls immer wieder gut ist der Blick in den Baedeker-Spanien. Mit seinen 792 Seiten ist das ist das kiloschwere Druckwerk an Informationsgehalt kaum zu überbieten. Praktisch zum Nachschlagen zuhause, aber zum Mitnehmen viel zu schwer.

Dieses Buch hat nur ganz entfernt mit dem Jakobsweg zu tun. Trotzdem gehört es bei mir zu jeder Reiseplanung dazu. Der "Reiseführer Natur - Spanien" von Roberto Cabo aus dem blv-Verlag vermittelt einen guten Überblick über die verschiedenen Vegetationszonen der iberischen Halbinsel. In diesem Buch sind alle Nationalparks Spaniens mit ihren jeweiligen Besonderheiten aufgezeichnet. Es sensibilisiert für das, was am Wegesrand kreucht und fleucht. Absolut empfehlenswert !

Adressen der Jakobusgesellschaften

Belgien Frankreich Groß-Britanien Italien Niederlande Norwegen Österreich Schweiz Spanien USA Linkseite zum Thema Jakobsweg 

Deutschland

AACHEN Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V.
Harscampstraße 20
D-52062 Aachen
Tel.: 0241/4790-127, Fax.: 0241 / 4790222
DONAUWÖRTH Pilger vom Weg nach Santiago de Compostela
Deutschmeisterring 101
D-86609 Donauwörth
Tel.: 0906 / 6645
DÜSSELDORF St. Jakobusbruderschaft in Düsseldorf e.V.
Rathausstraße 29
D-42659 Solingen
Tel. + Fax.: 0212 / 815747
KÖLN Santiago-Freunde Köln
Melanchtonstr. 24
D-51061 Köln
Tel.:0221 / 645044
PADERBORN Freundeskreis der Jakobuspilger
Am Niesenteich 9
D-33100 Paderborn
email: r00326@stud.uni-paderborn
Tel.: 05251 / 1213
ROHRDORF Jakobusbruderschaft Rohrdorf
Katholisches Pfarramt
Untere Dorfstraße 11
D-83101 Rohrdorf
Tel.: 08032 / 5252
STUTTGART ULTREIA - Verein zur Förderung der mittelalterlichen Jakobswege
Löwenstraße 61
D-70579 Stuttgart (Degerloch)
Tel.: 0711 / 76 00 66
WEIMAR / LAHN Calma-Reisen
Postfach 1124
D-35095 Weimar / Lahn
Tel.: 06421 / 7596
Fax.: 06421 / 972551
WÜRZBURG Fränkische St. Jakobus Gesellschaft Würzburg e.V.
Keesburgstraße 1
D-90754 Würzburg
Tel.: 0931 / 797260

Österreich

SULZ IM WIENERWALD Sankt Jakobs Bruderschaft
Stangaustraße 7
A- 2392 Sulz im Wienerwald

Schweiz

ZOLLIKON Schweizerische Vereinigung der Freunde des Jakobsweges
Schützenstraße 19
CH-8702 Zollikon
Tel.: 01 / 392 / 1509
LE MONT-SUR-LAUSANNE Les Amis du Chemin de Saint-Jacques
Route de Cugy 53
CH-1052 Le Mont-sur-Lausanne
Tel.: 021 / 652 53 29

Frankreich

BOULOGNE-SUR-SEINE Société des Amies de Saint Jacques de Compostelle
4, Square du Pont de Sèvres
F-921000 Boulogne-sur Seine
Tel.: 01 / 46058050
LYON Association Rhones-Alpes des Amies de Saint-Jacques
35, Rue Ste. Hélène
F-69002 Lyon
PARIS Centre Européen d'Etudes Compostellanes (CEÉC)
87, Rue Vieille du Temple
F-75003 Paris
PARIS Amis de Saint-Jacques en France
B.P. 36916
F-75788 Paris-Cedex 16
BIARRITZ Amis de Saint-Jacques de Compostelle - Pyrénées Atlantique
Jacques Rouyre
B.P.195
F-64204 Biarritz cedex
Tel.: 5-59037901 Fax.: 5-59254754
SAINT-JEAN-PIED-DE-PORT Amis de la Vieille Navarre
Jeanne Debril
27, Rue de la Citadelle
F-64220 Saint-Jean-Pied-de-Port
Tel.: 5-59370379

Groß-Britanien

LONDON Confraternity of St. James
First Floor, Talbot Yard
87, Borough High Street
GB-London SE1 1NH
Tel.:0171 / 5930013
Fax.: 0171 / 620 4356

Niederlande

GOUDA Nederlands Genootschap van Sint-Jacob
Botterwerf 2
NL-2804 MK GOUDA

Belgien

BRUGGE Vlaams Genootschap van Santiago de Compostella
B-8200 Brugge 2
VILLERS-LA-VILLE Association des Amis de Saint-Jacques
Rue de Marbais 7
B-6320 Villers-la-Ville
WEPION Association des Amis de Saint-Jacques de Compostelle A.S.B.L.
2, Chemin de Ajones
B-5100 Wepion
Tel.: 081 / 461258
   

Spanien

Hinweis zu den Spanischen Adressen: - C./ bedeutet "Calle" oder "Caretterra"- also Straße
- Av. steht für Avenida (große Straße)
- bedeutet 2. Stockwerk (in Carees wird noch zwischen rechts und links unterschieden)
- Apd. heißt "Apartado de Correos" - Postfach
- Bei den Telefonnummern muß noch die Landesvorwahl vorgewahlt werden, sofern man aus dem Ausland anruft An den ersten drei Ziffern läßt sich die Region erkennen.
TERUEL - ANDORRA (Aragón) Amigos del Camino de Santiago - San Macario de Andorra
C./ Pasaje Ginebrosa 13 (Edificio Cruz Rioja)
44500 Andorra (Teruel)
TERUEL (Aragón) Asociacion Cultural Amigos del Camino de Santiago de Alcaniz
Ciudad Deportiva Santa María. Apartado 166
44600 Alcaniz (Teruel)
ZARAGOZA (Aragón) Asociación de Amigos del Camino de Santiago de Zaragoza
Plaza de la Seo, 6, 3a planta, 2a puerta
50001 - Zaragoza
Tel.: 976 292 605
email.: inclemente@wanadoo.es
HUESCA (Aragón) Asociación Oscense de los Amigos del Camino de Santiago
Av. del Parque, 17
22003 Huesca
JACA (Aragón) Amigos del Camino de Jaca
Casa de Cultura - C./Levante
22700 Jaca
CARRIÒN DE LOS CONDES (Castilla y Leon) Asociación de Amigos del Camino de Santiago en Palencia
Real Monasterio de San Zoilo, Apartado 4 
E-34120 Carrión de los Condes
Tel.: 979 880 902
internet: http://www.bibliotecajacobea.org 
email: info@bibliotecajacobea.org
MANSILLA DE LAS MULAS (Castilla y Leon) Asociación de Amigos del Camino de Santiago de Mansilla
C./ Panadero, s/n (Iglesia de San Martin)
24210 Mansilla de las Mulas
PONFERRADA (Castilla y León) Asociación de Amigos del Camino de Santiago del Bierzo
Plaza de la Encina, 4
24400 - Ponferrada
Tel.: 987 427 258 - 987 411 978
LEÓN (Castilla y León) Asociación de Amigos del Camino de Santiago Pulchra Leonina
Pza. de Santa Maria del Camino s/n/ (Madres Benedictinas)
Apartado 284
24080 León
BURGOS (Castilla y Leon) Asociación de Amigos del Camino de Santiago en Burgos
C./ Santander, 13 - 2°
09004 Burgos
Tel.: 947 268 386
STO. DOMINGO DE CALZADA (Rioja) Revue:"Peregrino"
Apardado de Correos 60
E-26250 Sto. Domingo de Calzada
(La Rioja)
STO. DOMINGO DE CALZADA (Rioja) Officia de Información del Camino de Santiago
C./ Zumalacárregul, 42
E-26250 Sto. Domingo de Calzada
Tel.: 942 / 343390
CISUR MENOR (Navarra) Amigos del Camino de Santiago de Navarra
Paseo de Belzeta 1
E-31190 Cisur Menor
(Navarra)
CALAHORRA (Navarra) Cofradia de los Peregrinos del Senor Santiago de Galicia
Ap. de Correus 147
26500 Calahorra
ESTELLA (Navarra) Asociación de Amigos del Camino de Santiago de Estella
C./La Rúa 50
Aptdo. 20
31200 - Estella
GRANADA (Andalucia) Asociacion de Amigos del Camino de Santiago de Granada
Conjunto Nevada 3, Urbanisación Parc del Cubillas
18220, Albolate - Granada (Andalucia)
Tel.: 958 499 306
internet: http://www.iespana.es/amigoscaminosantiagodegranada/
SEVILLA (Andalucia) Asociación de Amigos del Camino de Santiago Via de la Plata
C./ Real de la Carreteria, 25 - ático
41001 - Sevilla (Andalucia)
MALAGA (Andalucia) Asociación Xacobea de Málaga
Libreria "Mapas y Compania"
C/.Fajardo,4
29005 Malaga (Andalucia)
CORDOBA (Andalucia) Asociacion de Amigos del Camino de Santiago de Córdoba
Pza. de San Pedro, 1 (Casa de Galicia)
14002 - Cordoba (Andaluciá)
Tel.: 957 476 464
http://www.caminomozarabe.es.vg/
VALLADOLID Centro de Estudios del Camino de Santiago
P.de Zorilla 17
E-47007 Valladolid
Tel.: 983 / 270968 / Fax: 983 / 477060
LOGRONO (Rioja) *** Federación Espanola de Asociaciones de Amigos del Camino de Santiago
C./ Rua Vieja, 3
Ap. de Correos 315
E- 26001 Logrono / (Rioja)
Tel.: 941 245 674 Fax.: 941 247 571
email.: caminosantiago@caminosantiago.org
internet: http://www.caminosantiago.org/
OVIEDO (Asturias) Asociación Astur-Leonesa de Amigos del Camino de Santiago
Calle San Pedro Mestallón 1- bajo isquerda
E-33080 Oviedo / (Asturien)
Tel.: 985 228 525
email: info@caminosantiagoastur.com
internet: http://www.caminosantiagoastur.com
TINEO (Asturias) Asociación de Amigos del Camino de Santiago Astur-Galaica del Interior
Av. González Mayo, 3
33870 - Tineo
Tel.: 985 801 067
internet: http://www.caminotineo.com/
ASTILLERO (Cantabria) Asociación de Amigos de Camino de Santiago del Astillero y Cantabria
C./ Fernández Escarzága s/n (Templo Nuestra Senora de Muslera)
39610 - Astillero
Tel.: 942 543 162
EL VENDRELL (Catalunya) Amics del Cami de Sant Jaume de Compostela - La Lira Vendrellenca
C./ Sant Jordi, 7
43700 El Vendrell
Tel.: 977 666 995 (divendres de 19 h a 21 h)
TARRAGONA (Catalunya) Confraria Amics del Cami de Sant Jaume del Camp de Tarragona
C./ Unió, 10, tenda
43001 Tarragona
TARRAGONA (Catalunya) Associació d'Amics del Cami de Sant Jaume de Tortosa i de les Comarques de l'Ebre
Casa Coll
43782 Vilalba dels Arcs (Tarragona)
BARCELONA (Catalunya) Amigos del Apóstol y del Camino de Santiago de Barcelona
Numància, 107 - 109
08029 Barcelona
Tel.: 933 227 657
BARCELONA (Catalunya) Amics dels Pelegrins a Santiago - Barcelona
Ap. de Coerreus 15049
08080 Barcelona
C./ Rector Tradió, 53, Centre Civic d'Hostafrancs - Barcelona
(dimecres de 20 a 22 h)
SABADELL (Catalunya) Associació d' Amics del Camí de Sant Jaume de Sabadell
Ctra. de Prats , 181, 8° - 2°
08208 Sabadell (Barcelona)
Tel.: 937 169 197
internet: http://www.usuarios.lycos.es/santjaume
internet: http://www.camisantjaume.com
CUENCA (Castilla - La Mancha) Asociación de Amigos del Camino de Santiago de Cuenca
C./ Mateo Miguel Ayllón, s/n (Hospilal de Santiago)
16001 - Cuenca
Tel.: 969 212 011
internet: http://www.usuarios.lycos.es/casan/
GUADALAJARA (Castilla - La Mancha) Asociación Alcarrena de Amigos del Camino de Santiago
Plaza de San Esteban, 1
Apartado 270
19001 - Guadalajara
ALICANTE (Valencia) Asociación de Amigos del Camino de Santiago en Alicante
C./Monovar, 22 - Bajo (Barrio San Gabriel)
03080 - Alicante
Apd. Correos No. 268
Tel.: 965 104 289
email: presidencia@encaminodesdealicante.org
internet: http://www.encaminodesdealicante.org
VALENCIA (Valencia) Asociación de Amigos del Camino de Santiago de la Comunidad de Valencia
C./ San Francisco de Borja, 10 - Puerta 4
46007 - Valencia
Tel.: 963 859 982
MURCIA (Murcia) Asociación de Amigos de los Caminos de Santiago de la Comunidad Murciana
C./Traperia, 18 (Casino de Murcia)
30001 Murcia
Tel.: 968 291 603
MADRID (Madrid) Asociación de Amigos de los Caminos de Santiago de Madrid
C./ Carretas, 17 - 7°
28012 Madrid
Tel.: 915 232 211
Öffnungszeiten: Martes y Jueves: 19 a 21 h (todo del año) / Miércoles: 11 a 12,30 (todo del año, exepto Julio y Agosto)
email: demadridalcamino@eresmas.com
internet: http://www.demadridalcamino.org/
VITORIA (País Vasco) Asociación de Amigos de los Caminos de Santiago de Álava
Parroquia de San Pedro (esquina C.Herreria)
Apartado 850,
01080 - Vitoria
Tel.: 945 223 672
SAN SEBASTIÁN (País Vasco) Asociación de Amigos de los Caminos de Santiago de Guipúzcoa
C./ Urbieta, 2, Sótano
20006 - San Sebastián
Tel.: 943 427 281
BILBAO (País Vasco) Asociación de Amigos de los Caminos de Santiago de Vizcaya
C./ Nicolás Alcorta, 7 - Pza. de Zabalburu
48010 - Bilbao
VIGO (Galicia) Asociación de Amigos los Pazos
Galerias Durán
C./ Velázquez Moreno, 29 - 2°
36202 - Vigo
Tel.: 986 434 914
SANTIAGO DE COMPOSTELLA (Galicia) Asociación Galega de Amigos de los Caminos de Santiago
C./Costa Nova, 55
E-15701 Santiago de Compostela
internet: http://www.amigosdelcamino.com
internet: http://www.amigosdocaminho.com

Norwegen

OSLO Pilegrimsfelleskapet
Kristian IVs gt. 15
N- 0164 Oslo

Italien

PERUGIA Confraternita di St. Jacopo
I-06100 Perugia
PERUGIA Centro Italiano di Studi Compostellani
Via del Verzaro 49
I-06100 Perugia

USA

OMAHA Friends of the Road to Santiago
USA-Omaha, NE 68160

Linkseite zum Thema Jakobsweg

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Fluggesellschaften

Air Berlin günstiger Spanienflieger http://www.airberlin.de/
Hapag Lloyd Bietet Flüge nach Reus bei Tarragona und nach Bilbao im Baskenland an http://www.hlx.com/de/index.shtm
Eurowings Billig-Flieger mit gutem Ruf http://www.eurowings.de/
Ryanair Irische Billig-Fluglininie http://www.ryanair.com/german/
Germanwings   http://www15.germanwings.com/
Lufthansa Komfortable aber teure Fluglinie http://cms.lufthansa.com/de/fly/de/index
Iberia    

Busgesellschaften

Eurolines Linienbusse nach Spanien und durch ganz Europa http://www.eurolines.com/
La Montañesa Linie Pamplona - Roncesvalles http://www.lamontanesa.com
ALSA Größte Busflotte in Spanien http://www.alsa.es
VIBASA Linienbus Barcelona - Pamplona http://www.vibasa.es

Bahngesellschaften

Deutsche Bahn AG   http://www.bahn.de/pv/fahrplan/subhome/die_bahn_fahrplan.shtml
RENFE   http://www.renfe.es/ingles/
Ferrocarils de Generalidad de Catalunya (FGC) Bahngesellschaft in Katalonien  

Bücher & Kartenmaterial

Zentgraf Versandbuchhandlung - Der Spezialist für Literatur zum Jakobsweg im deutschsprachigen Raum http://www.jakobspilgerwege.de/home.html
PRAMES Spanischer Verlag von Karten und Reiseführern http://www.prames.com/
Editorial Everest, S.A. Großer Spanischer Verlag http://www.everest.es/
MICHELIN Französicher Verlag sehr exakter Reisekarten http://michelin-travel.com

 

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